M 17, der Omeganebel

Foto des Monats Oktober 2018

M17

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M 17, der Omeganebel

Der Omeganebel (NGC 6618) trägt im Messier-Katalog die Nummer 17 und ist eine helle HII Region im Nordteil des Sternbilds Schütze. Unter guten Bedingungen ist er schon mit dem bloßen Auge als schwacher Fleck erkennbar. M17 kann leicht am Himmel gefunden werden und befindet sich in der Nähe des Adlernebels.
Im Zentrum von M 17 befindet sich ein junger offener Sternhaufen mit einigen B- und O-Sternen. Wahrscheinlich regen genau diese Sterne das umgebende Gas zum Leuchten an.  Da in diesem jungen Sternhaufen - sein Alter wird mit wenigen Millionen Jahren angegeben - noch keine Supernovae aufgetreten sein können, kann man davon ausgehen, dass seine Form allein durch die Sternwinde der anregenden Sterne beeinflusst wird.
M 17 hat eine Ausdehnung von ungefähr 46´ x 37´ und ist von daher bereits als Motiv für längere KB-Objektivbrennweiten gut geeignet. Auch in Norddeutschland kann M17 im Sommer fotografiert werden, liegt seine Kuluminationshöhe doch immerhin bei 20°. Die hier gezeigte Aufnahme wurde im Rahmen eines Besuchs des Athos Star Campus auf LaPalma belichtet. Dort erreicht M17 eine Höhe von ca. 45°. In Verbindung mit der dort häufig anzutreffenden sehr guten Lufttransparenz ergeben sich erheblich günstigere Bedingungen für die Fotografie der Region.

Die vorliegende Aufnahme wurde mit einem Pentax SDP 125 Refraktor aufgenommen, der auf einer 10Micron GM2000 HPS Montierung ohne Guiding nachgeführt wurde. Als Kamera kam eine Atik 383 L+ zum Einsatz. Die Belichtung betrug 17 x 4min für Luminanz und je 13 x 4 min für jeden RGB-Kanal, also insgesamt 224 min.

© Text und Foto: Dr. Kai Wicker (AVL)